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Geschichte des Ev. Alten – und Pflegeheimes Haus Wartburg

Unser Ev. Alten – und Pflegeheim Haus Wartburg kann auf eine lange Geschichte und Tradition zurück blicken.

Im Herbst 1946 erreichte Konsistorialrat Winner in Bad Harzburg die dringende Bitte um Hilfeleistung von der Inneren Mission Braunschweig, dem heutigen Diakonischen Werk und vom Fürsorgeamt Braunschweig. Objekt war das Barackenlager in Lehre am Rande der ehemaligen Muna. Dort gab es Holzbaracken in einem erschreckenden Zustand. Das war das Asyl für Flüchtlinge, vor allem für alte und sieche Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Aber vom Diakonissenmutterhaus „Kinderheil“ kam Hilfe. Die ersten Diakonissen aus Bad Harzburg trafen schon wenige Tage später in Lehre ein. Durch aufopfernde Arbeit gelang es den Schwestern das Barackenlager in einen menschenwürdigen Zustand zu versetzen. Es entstand ein Flüchtlings – Altersheim, Kinderheil übernahm die Trägerschaft. Ruhig und friedlich verbrachten dort mehr als 120 alte Männer und Frauen ihren Lebensabend. Sie wurden von den Diakonissen des Mutterhauses „Kinderheil“ betreut, die ihre Arbeit in den Dienst am Nächsten gestellt haben. Eine schöne Grünanlage, in der die alten Leute Erholung finden konnten, umgab die Baracken.

Doch Baracken reichten nur für Notzeiten. So plante Kinderheil durch seinen Hausvater Winner einen großzügigen Neubau in Lehre. 1958 wurde der Bau begonnen, im Juli 1960 wurde das neue Evangelische Feierabendhaus Wartburg feierlich eingeweiht. 120 Bewohner konnten aus den alten Baracken ins neue Feierabendhaus mit einer schönen Kapelle umziehen.

Die Bedürfnisse der Menschen um 1980 forderten ein grundlegendes Überarbeiten des bestehenden Raumangebotes. Die wirklich rüstigen Bewohner waren in der Minderheit. Jedes Zimmer wurde mit einer eigenen Dusche ausgestattet. Außerdem wurde ein großer Speisesaal gebaut.

Ab dem Sommer 1994 bis 1998 wurde in der „Wartburg“ erneut gebaut. Um die Anzahl der Doppelzimmer zu reduzieren, gab es einen Erweiterungsbau zwischen Haupthaus und Schwesternhaus, zwölf neue Einzelzimmer entstanden.

2003 wurde der untere Bereich im Schwesternhaus zu einer Wohngemeinschaft für dementiell veränderte Menschen umgebaut. Die Bewohnerstruktur hatte sich in den Jahren verändert, die Nachfrage von Pflegeplätzen für Menschen mit Hirnleistungsstörungen nahm merklich zu. Um die individuellen Bedürfnisse dieser Bewohner erfüllen zu können, wurde die erste Wohngemeinschaft im Haus Wartburg gegründet, der Bereich Ahorn.

Die Erfahrungen mit dem Bereich Ahorn waren durchweg sehr positiv, die Nachfrage an Pflegeplätzen für demenzerkrankte Menschen nahm weiter zu. In den Jahren 2007 bis 2008 gab es die nächste größere Baumaßnahme im Haus Wartburg. Die Wohnbereiche Blumengarten und Sonneneck wurden umgebaut und erweitert, vier neue Wohngemeinschaften entstanden.

Die letzte große Baumaßnahme im Haus Wartburg gab es in den Jahren 2012 bis 2013. Die alte Kapelle war in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß, eine neue, moderne Kapelle wurde gebaut. Außerdem wurden die Wohnbereiche Wiesengrund und Birkenhain vergrößert, neue, zeitgemäße Zimmer wurden errichtet. Die Kapazität im Haus wurde durch diese Baumaßnahme von 98 Plätzen auf 112 Plätze erhöht.

Damit sich unsere Bewohner weiterhin in unserem Haus wohlfühlen, wurden in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 24 Zimmer in den Wohnbereichen Wiesengrund und Birkenhain modernisiert.

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